Über mich

Bereits im Kindheitsalter wurden mir interessante Geschichten erzählt, über meinen Opa mütterlicherseits, der Homöopath und Heiler war und über meine Oma väterlicherseits, die als Rotkreuzschwester arbeitete. Der Dorfarzt, der den Andrang alleine nicht mehr bewältigen konnte, schickte regelmäßig Patienten zu ihr, damit sie deren Wunden versorgen und kleinere Gebrechen kurieren konnte.
Mein Vater meinte, wenn er am Samstag mittag von der Schule heim kam, war immer der ganze Flur voller Leute, die darauf warteten von seiner Mutter empfangen zu werden.

Auch ich war mehrfach bei meiner Oma in Behandlung. Einmal kurierte sie eine Verstauchung meines Arms mit Beinwellwurzel. Zu diesem Zweck grub sie mitten im Winter eine Wurzel aus dem angefrorenen Boden ihres großen Gartens aus, säuberte diese, bearbeitete sie mit einem Fleischklopfer und band mir dann das Ganze in einem Umschlag um den Arm. Meinen Bruder, der im Alter von drei Jahren eine Reißzwecke verschluckte, kurierte sie mit rohem Sauerkraut, das den spitzen Gegenstand umwickelte und ohne Schäden zu verursachen den Körper wieder auf natürliche Weise verließ (bitte nicht nachmachen!). Doch Oma war als Mutter von neun Kindern und aufgrund eines harten Leben sehr robust geworden und duldete kein Jammern, da musste man als Patient auch einiges aushalten.

So wurde schon sehr früh mein Interesse an Krankheiten und Naturheilmitteln geweckt. Und da meine Mutter ein Leben lang chronisch krank war und viel leiden musste, begann ich mich im Alter von zwölf Jahren noch mehr mit diesem Thema zu beschäftigen. Ich schrieb med. Begriffe auf, lauschte mit Riesenohren am Kaffeetisch den Gesprächen der Frauen, die ihre gesundheitlichen und persönlichen Probleme diskutierten und fand nichts spannender.

Mit Ende zwanzig packte mich die alte Leidenschaft wieder und ich absolvierte eine dreijährige Ausbildung zur Heilpraktikerin an einer der besten Schulen Deutschlands in Hochheim.

Das war vor zwanzig Jahren und seither wandle ich auf den Spuren meiner Großeltern; besonders mein Großvater hat mich beeindruckt, mit seiner Liebe zu den Menschen und seiner Güte. Nun übe auch ich diesen wunderbaren Beruf aus, den ich als meine Berufung sehe, begleite kranke Menschen und helfe Ihnen den Ursachen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen.